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Wisssenswertes
Homocystein - Frühwarnsystem für Schlaganfall, Demenz, Alzheimer und Herzinfarkt


Herzinfarkt und Schlaganfall gelten vor der Lungenentzündung und AIDS als die Haupttodesursachen weltweit und werden es in den nächsten 20 Jahren auch bleiben (bild der wissenschaft 2/2002). Die Verkalkung, Verhärtung und entzündliche Veränderungen der Blutgefäße in Herz und Hirn sind als hoher Risikofaktor einzustufen und wenn weitere Belastungen durch Übergewicht, Rauchen, Diabetes oder Bluthochdruck hinzukommen, steigt das Erkrankungsrisiko weiter an.

Wie kommt es zu dieser Verhärtung und wie können wir vorbeugen ?

Die Verhärtung der Blutgefäße (Arteriosklerose) wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Die gefährlichsten Verursacher sind die sogenannten freien Radikalen, aggressive (= reaktionsfreudige) Sauerstoffverbindungen, die Moleküle im Körpergewebe destabilisieren und so zerstören. Diese freien Radikalen sind Bruchstücke sauerstoffhaltiger Moleküle, die einerseits vom Immunsystem gebraucht werden, um z.B. die Hülle von Krankheitserregern gezielt zu zerstören, andererseits in unkontrollierter Form wichtige körpereigene Substanzen angreifen und schädigen. Freie Radikale entstehen auch im gesunden normalen Stoffwechsel durch die Atmung und werden vermehrt bei schwerer körperlicher Arbeit oder sportlicher Betätigung gebildet. Normalerweise kann ein gesunder Mensch diese Belastung problemlos abbauen, ansonsten entsteht das Krankheitsbild der Mitrochondropathie.

Freie Radikale können auch durch Tabak, Strahlenbelastung (Elektrosmog, starke Sonneneinstrahlung), Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber, Aluminium u.a.) und Krankheit vermehrt gebildet werden. Um diese instabilen Moleküle in Schach zu halten, bildet der gesunde Körper sogenannte Radikalenfänger, die Antioxidanzien. Dies sind bestimmte Enzyme, die mit Hilfe von Selen, Mangan, Kupfer und Zink produziert werden (z.B. Glutathion, Superoxyddismutase). Andere Antioxidanzien nehmen wir mit der Nahrung zu uns, wie das Vitamin C, Vitamin E und Betacarotin.

Cholesterin wird zu Unrecht als Hauptrisikofaktor für Gefäßerkrankungen angesehen. Cholesterin ist wichtiger Bestanteil oder notwendiges Ausgangsprodukt körpereigener Stoffe. Es ist in jeder Körperzelle in der Zellmembran eingebaut, schützt das Nervensystem (Bestandteil der Myelinscheide der Nerven), ist Vorläufer der D – Vitamine und ermöglicht die Herstellung der Geschlechtshormone, sowie der Gallensäuren. Ohne Cholesterin geht im Körper nichts.

Man unterscheidet ein gefäßschützendes HDL – Cholesterin und ein gefäßschädigendes LDL – Cholesterin. Wenn Cholesterin durch freie Radikale angegriffen und teilweise zerstört wird, dann entsteht oxidiertes und damit gefährliches LDL - Cholesterin. Ist es vor diesem Hintergrund nötig auf die Butter und das Frühstücksei zu verzichten oder chemische Cholesterinsenker einzusetzen ? Natürlich nicht !

Wenn Sie die Energie der Butter und des (durch artgerechte Hühnerhaltung erzeugten) Frühstückseies durch körperliche Bewegung verbrennen, besteht keine Gefahr sich so zu ernähren, wie es Ihnen schmeckt. Das Cholesterinniveau wird nämlich nur teilweise durch die Ernährung beeinflusst, den größten Teil stellt der Körper selber her. Und nur das durch freie Radikale entstandene LDL Cholesterin stellt eine Gefahr für unsere Blutgefäße dar. Deswegen ist auch eine durch chemische Medikamente bewirkte Cholesterinsenkung eher eine Gefahr für unsere Gesundheit und nur eine Wohltat für die Umsatzzahlen der großen Pharmakonzerne. Die Todesfälle durch chemische Lipidsenker (Lipobay, Bayer) sind also kein Zufall. Cholesterinsenker hemmen die Verfügbarkeit von Coenzym Q10, das über den gleichen Stoffwechselweg wie Cholesterin hergestellt wird. Ein Mangel an Q10 führt zu schnellerer Oxydation von LDH, schwächt den Energiestoffwechsel (es ist wichtig für die Energiegewinnung in den Mitrochondrien) und schon ein geringer Mangel beeinträchtigt die Funktion der Herzmuskelzellen. Durch chemische Lipidsenker wird zwar das gesamte LDH gesenkt, aber durch den gleichzeitigen Mangel an Coenzym Q10 wird das restliche LDH viel schneller oxydiert, also gefährlich.

Viel wichtiger ist die ausreichende Versorgung mit Radikalenfängern, also Antioxidanzien, und die Vermeidung der Entstehung unnötiger freier Radikalen. In diesem Zusammenhang hat die körpereigene Aminosäure Homocystein an Bedeutung gewonnen und gilt als im Blut messbarer Risikofaktor für Herzinfarkt, Demenz, Alzheimer und Schlaganfall. Homocystein entsteht im Eiweißstoffwechsel des menschlichen Körpers. Es ist gefährlich, denn es führt zu einer massiven Bildung von freien Radikalen. Normalerweise wird es schnell wieder abgebaut. Werden im Blut erhöhte Werte gemessen, besteht ein 2 bis 3 - fach erhöhtes Risiko einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen oder Gefäßerkrankungen im Gehirn zu entwickeln.

Die Therapie eines erhöhten Homocysteinspiegels im Blut und damit eine echte Vorbeugung ist denkbar einfach und lässt das Herz eines Naturheilkundigen höher schlagen. Homocystein wird im Körper normalerweise mit Hilfe von Enzymen schnell abgebaut. Diese Enzyme sind abhängig von der Verfügbarkeit der Vitamine B6, B12 und Folsäure. Ergänzt man diese drei Vitamine der B - Gruppe lässt sich der Homocysteinspiegel (und damit die Qualität unserer Blutgefäße) schnell wieder auf das normale Maß senken, wenn keine genetische Störung des Homocysteinstoffwechsels vorliegt. Es zeigt sich mal wieder wie richtig eine gesunde, ballaststoffreiche und vitaminhaltige Ernährung für unsere Gesundheit ist. Es sei auch hier wieder der Hinweis erlaubt, dass nur biologischer Anbau qualitativ hochwertiges Obst und Gemüse bietet.

 
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